Das Jahr 2 und die 90er

Im zweiten Jahr hatte sich die Attraktivität der Veranstaltung über die Grenzen von Mecklenburg-Vorpommern schon herumgesprochen. Erstmals konnte ein Jugendturnier ausgerichtet werden. Rostocker waren nicht mehr unter sich, denn Teilnehmer kamen aus mehreren Bundesländern und waren gleich erfolgreich. Bei den Frauen und Männern gewannen Teams aus Berlin, bei den Mädels der VfL Königsdorf aus NRW. Die Jungen vom SV Warnemünde hielten die Rostocker Fahnen hoch. Je 24 Frauen- und Männer Teams, sowie je 5 Nachwuchsmannschaften nahmen teil.

Wegen der ungünstigen Ferienlage ließen sich in den Jahre 1997-1999 keine Jugendturniere organisieren. Dafür liefen die Meldelisten über, sodass es lange Wartelisten gab. Mit jeweils 24 Frauen- und Männermannschaften waren die Grenzen des Machbaren erreicht. Inzwischen wurden auch Beachpartys im Anschluss an die Wettkampftage organisiert. Prominente Künstlerauftritte sorgten in den Folgejahren für große Stimmung.  Coca Cola  und Antenne MV steigen 1997 als potente Sponsoren beim Beachhandball ein. Die Beachpartys werden legendär, teilweise schon überdimensioniert. 48 Mannschaften nehmen teil, Erstmals sind Dänemark und Schweden vertreten.

Von der Kreisklasse bis zu den Bundesligen sind alle Spielklassen in oft gemischten Teams vertreten. Fantasievolle Namen geben sich die so gebildeten Teams, deren einzige Voraussetzung die Mitgliedschaft in einem Verein des DHB ist. „Peach Boys“ aus Berlin, „Ismirdochegal“ aus Rostock, „Sweet Home Alabama“ und „Tequila Girls“ aus Warnemünde oder „Die kranken Schwestern“ waren nur einige der vielen originellen Namen, unter den sich die Teams fanden. Manche Handballgrößen mussten erkennen, dass das Spiel am Strand seine eigenen Gesetze hat und Erfolge der höher klassig Spielenden nicht zwangsläufig sind.

Entscheidend wurde aber immer mehr der Charakter des „Klassentreffens“ für die Handballer mit Rostocker Wurzeln, die es in alle Welt verschlagen hat. Beachhandball in Warnemünde ist Pflicht äußerten u.a. Nationalspieler Martin Ziemer und Rostocker Handball Größen wir z.B. Stefan Sprunk. Auch Daniel Stephan, Mike Handschke, Dirk Rauin und Florian Kehrmann gaben ihre Visitenkarte in Warnemünde ab.

Ziel aller Aktivitäten der Verantwortlichen war aber immer der Spaß an der Freude im olympischen Sinne. Nicht der Sieg – die Teilnahme entscheidet.

1998 und 1999 war Beachhandball Bestandteil der Beacholympiade von Zehnkampf Olympiasieger Christian Schenk. Leider gab es viele organisatorische Schwächen, so dass der Rostocker KHB auf die Teilnahme an der 3. Auflage verzichtete.

Ein kleines Jubiläum beim Beachhandball: die 5. Ausgabe findet mit 48 Teams aus 10 Bundesländern auf 8 Feldern statt. Die Siege räumen „Die kranken Schwestern“ und die „Peach Boys“ aus Berlin ab. Über 2000 Handballerinnen und Handballer hatten seit 1995 Freude am schönen Ostseestrand.

vom BHV Nord-Ehrenvorsitzenden Klaus-Peter Alm